Import von Rezepten
Wie importiert man Rezepte nach Kalorio

Für den Import von Rezepten gibt mindestens eben so viele Möglichkeiten wie es Rezept-Layouts gibt. Prinzipiell muß man erst mal zwischen 2 Rezept-Typen unterscheiden:  Formatierte Rezepte und unformatierte Rezepte.

Ein Rezept wird "formatiert" genannt, wenn es in einem Format vorliegt, in dem die einzelnen Bestandteile durch einen Computer durch Regeln klar auseinander gehalten werden können. Es sind nicht die Formatierungen gemeint, die ein Rezept optisch-schön  formatieren. Die unformatierten Rezepte wie eine HTML-Seite sehen zwar optisch gut aus, aber der Computer kann darin nicht unterscheiden, ob eine Zeile nun eine Zutatenzeile oder eine Anleitungszeile ist bzw. ob eine Zeile überhaupt noch zum Rezept gehört oder nicht zu einem anderen Teil der Webseite.

Formatierte Rezepte

Für einen automatischen Import, der ein Rezept mit einem Mausklick in Kalorio importiert, muß das zu importiernde Rezept in einem formatierten Rezept vorliegen. Und das ist im Internet eher selten der Fall. Und in Zeitschriften oder Kochsendungen in denen die Rezepte anschliessend als PDF abrufbar sind schon gleich gar nicht. Aber es gibt Quellen und Webseitenbetreiber, die die Rezepte für die leichtere Weiterverarbeitung auch noch zusätzlich zur lesbaren Darstellung noch in einer formatierten Version zum Donload anbeiten. Ist dies nicht der Fall bedeutet dies manuelle Arbeit und man sollte das Kapitel "Unformatierte Rezepte" aufschlagen.

Woran erkennt man formatierte Rezepte?
Zum einen weisen Webseiten-Autoren meisten immer darauf hin, dass die angebotenen Rezepte auch noch als formatierte Rezepte in einem bestimmten Format angeboten werden. Und man sieht es den Rezepte auch immer an. Alle formatierte Rezepte liegen immer in einem lesbaren Textformat vor, das aus druckbaren Zeichen besteht. Dies gilt auch wenn Bilder darin enthalten sind (in diesem Falle werden die Bilderdaten zu Buchstaben gewandelt). Und man sieht, daß in diesen Rezepten außer den erwarteten Daten auch noch weitere Informationen enthalten sind, die ein Mensch nicht benötigt.

Aber schauen wir uns die einzelenen Formate genauer an:
Beginnen wir mit dem Urahn aller Rezeptformate: Mealmaster. Es ist ein sehr primitives Format, das außer dem Titel, den Zutaten und der Anleitung nur noch die Quelle und den Erfasser beinhalten kann. Ausserdem ist es ein englisches Format, d.h. die Masseinheiten liegen darin immer in englischen Einheiten vor (die Kalorio beim Import natürlich in deutsche Einheiten wandelt). Dennoch liegen immer noch die meisten Rezepte in diesem Format vor. Auch findet man in diesem Format in anderen Ländern und anderen Sprachen Rezepte in diesem Format.
Mealmaster erkennt man daran, dass die Rezepte mit einer Zeile "MMMM-------" beginnen in denen irgendwo das Wort MEAL-MASTER vorkommt. Beispiel:

MMMMM----------Kalorio-Rezept im MEAL-MASTER Format -----

Dann gibt es noch RezKonv. Auch dieses Format ist sehr primitiv, ist aber besser lesbar, weil es deutsche Einheiten verwendet. Vor allem in den Newsgroups findet man diese Art von Rezepten. Es ist fast gleich aufgebaut wie MealMaster, nur dass ein Rezept wir folgt eingeleitet wird:

========== 'Kalorio V3.40' (reg.) nach REZKONV

Und es gibt natürlich noch CookML, dass ich jedem wärmstens ans Herz legen kann, da es alle Informationen in einem Rezept inklusive Bildern und BLS-Angaben beinhalten kann. Ein CookML-Rezept basiert auf XML. Es sieht also ein wenig aus wie HTML-Quellcode und beginnt immer mit den Zeilen:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<!DOCTYPE cookml SYSTEM "cookml.dtd">
<?xml-stylesheet href="cookml.xsl" type="text/xsl"?>


Der Importvorgang wird gestartet
Hat man Rezepte in einem formatierten Format vorliegen, so ist der Import nach Kalorio absolut einfach: Die Rezepte müssen dabei entweder in einer Datei bereit liegen oder sich im Clipboard befinden.

Tipp:
In den Optionen kann man noch einstellen, dass alle Rezepttitel beim Import nach Großbuchstaben oder Kleinbuchstaben gewandelt werden um eine einheitliche Darstelllung zu erreichen. Ausserem kann man noch einschalten dass Umlaute wie ae nach ä gwandelt werden oder dass bei Massenimports nach einigen tausend Rezepten automatisch weitere Kochbücher angelegt werden.

Jetzt gibt es drei Möglichkeiten:

Importdialog
Öffnen Sie den Import-Dialog mit dem Menüpunkt "Datei - Rezepte importieren". 

Wählen Sie zuerst das Kochbuch in dem die Rezepte landen sollen. Danach muss beim Clipboard nur noch der Start-Knopf gedruckt werden oder im Falle von Dateien muss die Datei mit den Rezepten ausgewählt werden. Fetig.
Kalorio erkennt selbstständig, welche Arten von Rezepten in der Datei enthalten ist. Es können auch beliebig viele Rezepte in den Dateien enthalten sein.
Kalorio informiert zum Abschluß noch darüber, welche Formatierungen und wieviele Rezepte importiert wurden. Zur leichteren Kontrolle wurden alle importirten Rezepte markiert.

Quick-Import
Sofern sich ein Rezept im Clipboard (Zwischenablage) befindet, geht es noch einfacher: Wählen Sie einfach dem Menüpunkt "Datei-Quick-Importe" und schon sind die Rezepte in der Zwischenablage in Ihrem Kochbuch. Oder man klickt einfach im Hauptmenü in der Toolbar auf das Symbol .
Diese Option ist vor allem bei Newsgroups sehr hilfreich: Lesen Sie einen Artikel in einer Newsgroup in der ein Rezept in einem der oben erwähnten Formate aufgeführt ist so markieren sie einfach in Ihrem Newsreader das komplette Rezept einschliesslich der Enderkennung und kopieren Sie den Text in die Zwischenablage. Nun zu Kalorio wechseln, das gewünschte Kochbuch wählen und den Menüpunkt wählen. Fertig.

Auto-Import
Als dritte Möglichkeit gibt es noch den Auto-Import. Dazu müssen Sie die Rezeptdateien einfach in das Kalorio-Dateiverzeichnis "Auto-Import" abspeichern. Fetig.
Normalerweise ist Kalorio so eingestellt, dass es alle 3 Minuten in dieses Verzeichnis reinschaut. Findet es hier Rezepte, so importiert es diese vollautomatisch in das Kochbuch "Auto-Import" und benennt die Dateien um, in dem es hinten ein "...OK" an den Dateinamen hängt damit wir sehen, dass die Rezepte importiert wurden und wir die Dateien später wieder löschen können.
In den Optionen gibt es einen speziellen Dialog für den Auto-Import in dem man das Verhalten einstellen kann.
Außerdem kann man im Menüpunkt "Datei - Auto-Import" den Import aus diesem Verzeichnis auch manuell ausführen und man kann hier in das angelegte Logbuch schauen. Dieser Dialog ist vor allem am Anfang sinnvoll um den Umgang mit dem Auto-Import zu lernen.

Unformatierte Rezepte 

Das Rezept liegt leider nicht in formatierter Form vor? Schade, jetzt kommt ein wenig Arbeit auf Sie zu. Jetzt müssen Sie Kalorio sagen, in welcher Textzeile welche Information vorliegt.  Betrachten wir aber erst einmal die verschiedenen Publizierungsarten denn die sind mannigfaltig. Was immer geht ist, daß Sie das Rezept in Kalorio einfach abschreiben. Leider ist dies auch die zeitaufwenigste Methode. Besser man formatiert das Rezept so um, dass Kalorio die Bestandteile auseinander halten und importieren kann. Dazu muss das Rezept aber immer als Text vorliegen, den Sie in einem Texteditor verändern könnten. Dies ist aber auch nicht immer gegeben z.B. wenn Sie ein Rezept in einer Zeitschrift gefunden haben. Also betrachten wir erstmal die Wandlung des Rezeptes der Gestalt, dass wir es in der Zwischenablage für die weitere Verarbeitung haben:

Rezepte in einer HTML-Seite

Das ist ein einfacher Fall. Markieren Sie den Bereich des Rezeptes einfach mit der Maus in Ihrem Web-Browser und kopieren diesen Bereich anschliessend in das Clipboard (Zwischenablage). Sofern die Webseite auch ein Bild liefert, so klicken Sie das Bild mit der rechtem Maustaste an und wählen im Kontextmenü den Menüpunkt "Bild speichern als..." oder so ähnlich. Speichern Sie das Bild auf Ihrer Fetsplatte ab und merken Sie sich den Namen.

Rezepte in einer PDF-Datei
Viele Kochsendungen bieten Ihnen die Möglichkeiten, daß Sie sich für einen Newsletter eintragen können, der Ihnen jede Woche mit dem Rezepten der Wochensendung dann per EMail zugesendet wird. PDFs sind eine bequeme Sache und sehr verbreitet nur leider ist gerade dies ein Grund für die weitere Verbreitung, dass die Leser der PDFs die Texte nicht mehr weiterverarbeiten können!
Aber es gibt einen Trick: Öffnen sie die PDF-Datei nicht in Ihrem Browser sondern speichern Sie sie zuerst einmal in einer Datei ab. Öffnen Sie die PDF-Datei in Ihrem Windows-Datei-Explorer, so dass es mit dem Acrobat-Reader dargestellt wird.
Lassen Sie sich jetzt NICHT verleiten in dem Programm einfach den Menüpunkt "Datei in die Zwischenablage" zu kopieren, denn das Programm kopiert nicht den Text daraus sondern das PDF selbst in die Zwischenablage (wozu das gut sein soll möchte ich mal wissen). Aber es geht trotzdem: Wählen Sie zuerst im AdobeReader dem Menüpunkt "Kompletten Text markieren". Nun wird der ganze Text schwarz. Nun wählen Sie im AdobeReader dem Menüpunkt "Kopieren". Erst dadurch wird der reine Textinhalt in die Zwischenablage kopiert. Zwar nicht sehr schön da alle Formatierungen darin nicht mit kopiert werden, aber das können wir später in Kalorio machen.
Sofern in dem PDF auch noch Bilder drin sind, haben Sie leider nur die Möglichkeit, das Bild auf dem Bildschirm anzuzeigen und mit der Druck oder Print-Taste auf Ihrer Tastatur den ganzen Bildschirm zu photographieren, d.h. nach der Druck-Taste befindet sich ein Schappschuß ihres kompletten Bildschirms mitsamt dem Bild in der Zwischenablage.
Rufen Sie nun ein Grafikprogramm Ihrer Wahl auf und fügen dort den Inhalt der Zwischenblage ein. Nun müssen Sie selbst im Grafikprogramm den Bereich mit dem Bild ausschneiden und das Bild anschließend in einer Datei im JPG-Format abspeichern. Sollte die Größe die Darstelungsgröße in Kalorio weit überschreiten, so empfiehlt es sich die Größe hier schon entsprechend anzupassen. Merken Sie sich den Dateinamen unter dem Sie das Bild abgespeichert haben.

Rezepte in einer Zeitung
Das ist natürlich das aufwendigste Format überhaupt. Aber mit dem richtigen Werkzeug ist auch das möglich.
Sie benötigen natürlich zuerst mal einen Scanner um die Zeitschriftenseite einzuscannen. Sofern Sie ein Bild aus der Zeitschrift verwenden wollen, so verarbeiten Sie das gescannte Bild mit Ihrem Grafikprogramm weiter, indem Sie hiermit das Bild ausschneiden und das Bild anschließend in einer Datei im JPG-Format abspeichern. Sollte die Größe die Darstelungsgröße in Kalorio weit überschreiten, so empfiehlt es sich, die Größe hier schon entsprechend anzupassen. Merken Sie sich den Dateinamen unter dem Sie das Bild abgespeichert haben.
Der Textteil: Jetzt ist es wichtig zu verstehen, dass ein gescanntes Rezept nichts weiter ist als ein Bild und noch kein Text, der weiterverarbeitet werden kann. Sie müssen also zuerst den Text im Bild zu einem echten weiterverarbeitbaren Text wandeln. Dazu benötigen Sie ein sogenanntes Texterkennungsprogramm (OCR). Solche Proramme liegen mittlerweile auch den preiswerten Scannern schon bei. Wandeln Sie das Rezept damit in einem Text und überprüfen Sie das Ergebnis auf Erkennungsfehler da diese Wandlung immer Wortteile falsch erkennt. Kopieren Sie den so erhaltenen Text in die Zwischenablage.

... und wieder alle:
Aus welcher Quelle auch immer Sie das Rezept bekommen haben, so liegt der Text des Rezeptes jetzt in der Zwischenablage und das Bild gegebenenfalls als Datei auf der Festplatte vor.

Jetzt wird importiert. Für den Import solcher unformatierter Rezepte empfiehlt sich immer die Kalorio-Schnellerfassung, die genau für diesen Einsatzzweck geschrieben wurde. Wählen Sie in einem Kochbuch den Menüpunkt "Rezepte - Neues Rezept" und wählen Sie unten die Option "Schnell-Erfassung". Sie sollten nun folgenden Bildschirm vor sich haben:

Setzen Sie den Eingabecursor in das Textfeld und wählen den Menüpunkt "Markierung - Einfügen". Der Rezepttext sollte sich jetzt in seiner Roh-Form im Fenster befinden.
Sofern Sie ein Bild des Rezeptes in eine Datei gespeichert haben, so drücken Sie nun den Knopf "Bildzuwesung - Zuweisen" und wählen Sie die Datei mit dem Bild aus.

Die Möglichkeiten der Schnellerfassung sprengen den Umfang dieses Kurses und sind in dem eigenen Kurs "Schnellerfassung" aufgeführt. Fahren Sie mit diesem Kurs fort.

Tipp:
Wenn Sie mehrere Rezepte aus der gleichen Quelle nach einander importieren, so geben Sie die korrekte Quellenangabe gleich beim ersten Rezept mit ein. Kalorio merkt sich die Quelle und bei der Eingabe des nächsten Rezeptes wird die alte Quelle automatisch als Teil des neuen Rezeptes schon vor eingetragen.

Tipp:
Beim Import mehrerer Rezepte müssen Sie nicht jedesmal Ihren Namen, die Quelle oder die Gattungen eintragen. Importieren Sie erst mal alle Rrezepte und rufen anschließend den Menüpunkt "Aktion - Massendatenänderung" auf. Hiermit können Sie all diese Bestandteile nachträglich und in einem Rutsch für alle importierten Rezepte ändern.

 

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